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"sie haben gewartet
all diese jahre
all diese nutzlosen jahre
auf eine zukunft ohne fragen
gib ihnen die liebe
die sie nicht geben können
wer soll es sonst tun
wenn nicht du."

Tom Liwa
http://www.tomliwa.de

"Schreiben ist wie Sandburgen bauen.
Du setzt dich hin und baust etwas und willst, daß es schön wird, du gibst
dir Mühe mit dem Ding. Vielleicht bekommst du einen Sonnenbrand, hast Durst
und schwitzt, aber du kannst völlig darin versinken, diese Burg zu bauen, es
ist eine schöne Beschäftigung. Es geht nicht darum, daß Leute vorbeikommen
und dein Werk bewundern, aber es ist fein, wenn ab und an einer
stehenbleibt, um es sich anzusehen. Irgendwann stellst du fest, daß du deine
Zeit mit dieser Sandburg vertrödelt hast, während die andern gearbeitet und
Geld verdient haben. Und nun bist du fast schon gezwungen, Eintritt zu
nehmen, wenn jemand kommt, um sich deine Sandburg anzusehen."

Selim Özdogan
http://www.selimoezdogan.de

"es ist so einfach, wie es klingt. augen::post ist eine Nachricht für deine
Augen, schwarz auf weiß und auf Papier. Sie hängt an den Laternenpfählen,
Bauzäunen, zwischen Wahlplakaten, Graffiti und Gemüseauslagen, immer da, wo
du vielleicht stehenbleiben könntest. augen::post passiert vielleicht in den
viereinhalb Minuten, die du an der Ampel stehst, die Stadt in der Lunge und
zuviele Farben in den Augen. Das Plakat verkauft kein Ticket und keine
politische Stellungnahme, es ist ein Gedicht von jemanden, den du nicht
kennst. Vielleicht stehst du da, den Fuß auf der Bremse, und findest es
schön. Vielleicht macht es dir angst, vielleicht findest du es auch
unpassend. Und die Ampel springt auf grün und du in die Pedale und jemand
überholt dich und du fährst und atmest und sprichst und rauchst und lebst
und biegst in die nächste Häuserzeile."
http://www.augenpost.de

"ich kann auch ein kolibri sein und ein herz haben.
wenn ich tanze, trinke ich nur wasser. ich finde immer menschen, die darauf
aufpassen. freitags verliebe ich mich besonders leicht, freitags tanze ich
bis morgens früh und fahre mit dem ersten zug nach hause, freitags spreche
ich über toilettentrennwände hinweg mit fremden frauen über fremde männer.
samstags habe ich schwarze ringe unter den augen.
biologisch gesehen: irgendwann montags werde ich sterben. ich bin inès aus
sartres "huis clos", manchmal zumindest, ich schreibe briefe auf fahrkarten
und krümle beim essen. mein äußeres chaos siegt über meine innere ordnung.
meine mutter behauptet das anders herum.
wir haben doch alle keine ahnung."
http://www.wurzelkind.de

Die Sonne scheint zur Tür herein
Und sieht mich strahlend an
Sagt mir, sie hätt' noch was zu tun

Doch später möchte sie bei mir sein
Ich weiß, ich bin ihr Mann
Und sie wirft mir mit Blicken Küsse zu

Und wie wir durch die Landschaft fahren
Mit Freunden oder nur zu zweit
An solchen Tagen möchte ich ihr sagen:
Ich liebe Dich. Die Welt ist schön, ich lebe gern.

Und Gott zieht durch die Galaxien
Er ist so einsam und allein
An manchen Tagen scheint er zu sagen:
Ich bin o.k. Die Welt ist schön, ich lebe gern.

Jochen Distelmeyer (Blumfeld)
http://skyeyeliner.endorphin.ch/
http://www.blumfeld.de

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